Peggy Sylopp und Giovanni Longo kuratierten und organisierten von 2002 bis 2010 Projekte im Bereich Kunst- und Kulturorganisation mit der Zielsetzung ein breites Publikum zu erreichen.

Seit Mitte der 1990er arbeiten sie disziplinüberschreitend als Video- und Klangkünstler.

Schon am Anfang ihrer künstlerischen Tätigkeit kooperieren sie eng mit bildenden und darstellenden Künstlern in mehrere Projekten verschiedenen Charakters.

Die verstärkte Auseinandersetzung mit digitalen Produktionstechniken führte zum Bedürfnis, die Möglichkeiten der Technik effektiver zu nutzen, in dem zur Entwicklung von Hardware und Software für künstlerische Anwendungen die Zusammenarbeit von Künstlern und Technikern schon von der Konzeptionsphase an gefördert wird.

Auf Basis dieses Gedankens wurde 2002 in der Berlinischen Galerie ein zweiwöchiges experimentelles Labor realisiert, die „Generative Werkstatt“, in Form eines open space mit Treffen, Debatten, Präsentationen, Workshops und Konzerte, begleitet von der Realisierung von medialen Projekten und der Ausstellung von Klang- und Rauminstallationen vor Ort.

In den folgenden Jahren wurden die konzeptionellen Grundlagen zur Realiserung eines langfristig angelegten Projekts ausgearbeitet (bis dato noch in Entwicklungsphase): Ein Zentrum für Entwicklung und Produktion von experimentellen Audio- und Video-Anwendungen, mit der Möglichkeit zur Durchführung von Projekten in Eigenproduktion. Mit diesem Hintergrund wurden Präsentationen und Treffen organisiert, mit regem Austausch von Meinungen, Anregungen und Informationen.

Aus diesen Erfahrungen hat sich progressiv das Ziel herauskristallisiert, mit und für Kollegen aus verschiedenen Sparten des künstlerischen Schaffens, ungewöhnliche Ausstellungschancen und -kontexte zu realisieren. In diesem Zusammenhang wurde großer Wert auf die Idee vom kognitiven Transfer zwischen den Disziplinen und auf die Potentialität der damit verbundenen kreativen Befruchtungsprozesse.

Die erste Umsetzung dieser Idee erfolgte 2005 mit der Realisierung der Ausstellung „EXPERIENCE ART – Installationen, kinetische und interaktive Kunst“ im Art Center Berlin Friedrichstrasse. Die Ausstellung umfasste 25 Installationen und Objekte von Künstlern unterschiedlichen Bekanntheitsgrades, die bis dato in Berlin noch unterrepräsentiert waren.

Die Präsentation und die Auswahl der Werke waren an eine breite Zielgruppe gerichtet, insbesondere wurde die didaktische Vermittlung von Hintergründen zu Exponaten und Künstlern berücksichtigt.

Aufgrund der positiven Reaktionen auf diese Ausstellung wurde für die Teilnahme an der Langen Nacht der Wissenschaften 2006 entschieden. Das speziell zugeschnittene Programm mit zahlreichen Performances und Präsentationen in Kombination mit der Schau von interaktiven Klang-, Licht- und Videoinstallationen führte zu einem großen Publikumserfolg von „Experience Art meets TU-Berlin“.

Die zukünftige Arbeit stellt sich dar einerseits als einen Fortführung und Verfeinerung des erprobten Konzepts, andererseits als stetige Neubearbeitung zur Entwicklung und Realisierung für die Eingliederung in neuen Ausstellungskontexten.\\\